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    leichter fällt, haben wir hier

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    für junge Väter zusammengestellt.

     

     

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    Hallo Baby!

     

    Willkommen in Hamburg!

    Für Ihren "neuen Schatz" gibt

    es ganz viel zu entdecken -

    und zu lernen! Wir haben Ihnen

    einige Kurse und Angebote

    zusammengestellt >>

     

     

  • Spielplatzfreunde Väter-Kolumne

     

    Väter, wo seid ihr!?

     

    Unsere neue Väter-Kolumne

    "Spielplatzfreunde" lässt Sie 

    nicht allein bei Spielplatz-

    besuchen, zeigt wichtige Apps

    für Väter und macht die

    "Vaterschaft" viel interessanter >>

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    Elterngeld, Elternzeit & und Co.

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    junge Eltern zu: plötzlich zu dritt!

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    beginnt es dann zu kriseln ...

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Spielplatzfreunde

Vater sein um so mehr ...

 

Unsere Väter-Kolumne - Spielplatzfreunde. Von Olaf Hermann

 

Vollzeitväter kennen die Situation: Sie sind in Krabbelgruppen und Babykursen allein unter Müttern. Oftmals begrüßt mit dem Satz: „Ach so, auch Väter dürfen ihre Babys hierher begleiten?!“ Und selbstverständlich werden alle Kurse von Frauen geleitet. Angebote für Väter zum Austausch und Kontakte knüpfen sind Mangelware. Doch das wird sich ändern. Noch sind Männer, die Elternzeit nehmen Exoten – aber die neue Vätergeneration will das Beste nicht verpassen.

Deshalb: Vernetzt euch. Verabredet euch mit anderen Vätern. Tauscht Erfahrungen aus, lernt voneinander, erzählt euch von den aufregendsten Spielplätzen in eurem Kiez, von den Kursen, die die beste Abwechslung von der heimischen Krabbeldecke bieten oder quatscht einfach über Fußball.

"Geburt in Hamburg" bietet mit der neuen Kooperation mit "spielplatzfreunde.com" bietet die Möglichkeit, mit anderen Vätern zu verbinden und im Forum auszutauschen.

 

 

Von "Guten-Eltern-Schwielen"

von Peter Claußen

 

Eigentlich fing alles an bei einem Besuch von Freunden. Es war warm, wir waren barfuß, sahen uns wie zufällig auf die Füße und entdeckten: Du auch? Ja, du auch! Meine Frau und ich beobachteten es schon länger - aber nun auch bei unseren Freunden? Und es ist immer der linke Fuß. Eine seltsame Stelle - immer am Außenknöchel. Und was wir nicht alles versucht haben: Cremes, der gute alte Bimsstein (tun weh!). Aber sie blieb - sozusagen als treuer Begleiter. Eine Stelle, fest, mal rot, mal blass. "Das ist eine Schwiele", wussten unsere Freunde stolz. "Die macht euch zu guten Eltern". A-ha. Gute Eltern - und das Urteil noch von Freunden. Immer gut. Aber was macht uns zu "guten Eltern"? "Na, immer, wenn ihr mit eurem Kleinen auf dem Boden spielt, wird dieser Bereich besonders "strapaziert". Unsere Freunde waren damit nämlich beim Hautarzt und der klärte also auf: Keine Sorge - das sind "Gute-Eltern-Schwielen". Klar, und was wir spielen: Playmo, Lego, rauf und runter - Feuerwehreinsätze, Notarzt, Polizei und Müllabfuhr ist nur ein kleiner Schatz unseres Eltern-Repertoires. Oh, ich sehe jetzt schon Pädagogen rufen: Stopp! Nicht so oft. Lasst eurer Kind auch mal allein spielen. Machen wir natürlich. Auch mit Schwielen. Wir "tragen" sie nun gerne ...

 

 

 

Väter-Portal Hamburg

Wenn morgens beim kleinen Maulwurf die Slipeinlage knautscht

von Peter Claußen

 

Eigentlich ist dieser Bereich ja unserem Partner-Vater-Portal vorbehalten. Liebe Grüße nach Berlin! In der aktuellen Diskussion um beste zielgerichtete Online-Werbung schalte ich mich aber mal aus Hamburg ein.

 

Der ein oder andere kennt ihn vielleicht noch (oder wieder): den kleinen süßen tschechischen Wegbegleiter der Kindheit. Eine Idee? Klar, es geht um den "kleinen Maulwurf" - oder besser gesagt um zielgruppengerechte Online-Werbung. Wie beides zusammenhängt? Kann ich leider auch nicht sagen.

 

Alles beginnt jeden morgen, wenn ich mit unserem Nachwuchs, Johannes (2,5) dem geschenkten Stofftier auch über das Netz "bewegtes Leben" gebe. Ob nun pädagogisch wertvoll oder nicht - auf jeden Fall schauen wir beiden Männer uns morgendlich den kleinen Maulwurf, Folge "Im Schnee" an. Begleitet wird jeder Aufruf in einem bekannten Video-Portal von einem Spot in dem es um nicht-mehr knautschende Slipeinlagen geht. Ehrlich: Das interessiert weder den einen noch den anderen Mann; wir wussten noch nicht einmal, dass es ein Problem mit knautschenden Slipeinlagen gibt. Wir wollen halt nur sehen, wie das Abenteuer des Maulwurfs weitergeht. Wie er also einen Schneemann baut, der irgendwann gerettet werden muss weil er schmilzt und wie beide tolle Freunde werden. Jeder Aufruf wird begleitet von einer leicht Bekleideten, die sich freut, dass ihre neue Slipeinlage nicht mehr knautscht. Warum nun vor jedem "Maulwurf-Film"?

Die zuständige Online-Agentur hat dem hier nicht genannten Hersteller für "Hygieneprodukte" bestimmt geraten in diesem Umfeld zu schalten, weil scheinbar Mütter morgens mit ihren Kleinen vor dem Maulwurf versammelt sind und natürlich in diesem Rahmen Kaufentscheidungen für nicht-mehr knautschende Slipeinlagen getroffen werden. Vielleicht sogar just in dem Moment, wo der kleine Maulwurf den Schneemann in den arm nimmt aus voller Freude, dass er (ich meine den Schneemann) noch nicht geschmolzen ist. Es kann aber auch ganz anders sein. Wahrscheinlich laufen Kaufprozesse so unerwartet ab, dass ich als Mann doch wieder Zielgruppe bin. Etwa, wenn sich unser Nachwuchs wieder am Po juckt, wenn die Windel knautscht, werde ich als Vater erinnert, meiner Frau jene Slipeinlage zu empfehlen. Aber vielleicht vertrete ich ja nur eine Mindermeinung, dass es nicht ausreicht, einfach "blind" im Netz Online-Werbung abzusetzen - zumindest aber etwas mit der Zielrichtung noch nicht so ganz stimmt. Bis dahin werden wir beiden Männer jeden Morgen noch rätseln, ob wir nun als Männer angesprochen sind oder nicht... Wenn jemand die Agentur oder den Hersteller kennt: bitte den Hinweis weiterreichen!

 

 

 

Wie erleben Väter ihre Elternzeit? Elternzeit-Väter haben es in traditionelleren Organisationen schwerer

von Olaf Hermann

 

Wie erleben Väter ihre Elternzeit? Das war die Forschungsfrage, die ein Forschungsteam der RWTH Aachen im Rahmen einer Studie untersucht hat. Dabei stand die Frage im Fokus, inwieweit sich die „Väter-Freundlichkeit“ der Organisation, in der der Vater arbeitet, auf die Sorgen von Vätern während ihrer Elternzeit und ihr Wohlbefinden in dieser Zeit auswirken. Ebenso beleuchtet wurde dabei die Angst vor einem Karriereknick. Wir sprachen mit Dr. Lisa Horvath und David Soumagné zu den bis dato bestehenden Ergebnissen.

 

spielplatzfreunde.com: Wer hat bei ihrer Studie mitgemacht?

Dr. Lisa Horvath: „Insgesamt haben sich über 150 Väter aus Deutschland und Österreich beteiligt. Mit so einer regen Beteiligung hatten wir ursprünglich gar nicht gerechnet. Mit fast einem Viertel der Teilnehmer stellen Männer, die nur zwei Vätermonate nehmen, die größte Gruppe dar. Aber immerhin jeder zehnte Vater befand sich zum Zeitpunkt der Befragung in einer 12-monatigen Elternzeit. Diese breite Verteilung sorgt für eine hohe Repräsentativität der Studie. Dafür spricht auch, dass 68 Prozent der Teilnehmer einen Universitätsabschluss haben. Denn in Deutschland und Österreich nehmen hauptsächlich Väter mit einem höheren Bildungsstand Elternzeit.“

 

Wie haben sie die Väter für ihre Studie gefunden?

David Soumagné: „Wir haben beispielsweise deutschlandweit Elterngeldstellen kontaktiert. Die Ämter waren ausgesprochen hilfsbereit, haben Flyer ausgelegt und Väter sogar direkt angesprochen und auf die Studie verwiesen. Über das Internet haben wir Väter-Plattformen und -Organisationen kontaktiert, die für unsere Studie geworben haben. Zudem haben wir Flyer auf Kinderflohmärkten verteilt. Zuerst nur an Väter, was allerdings wenig erfolgreich war. Vielversprechender war es dagegen Frauen anzusprechen. Sie waren häufig gerne bereit, Bekannte auf die Studie aufmerksam zu machen oder Flyer in Kindergärten auszulegen.“

 

Was war die Motivation für Ihre Studie?

Dr. Lisa Horvath: „Es gibt viele Studien, die beleuchten, was Elternzeit-Väter und ihre Lebensumstände charakterisiert. Auch zu den Auswirkungen von Elternzeit auf die Karriere von Vätern gibt es bereits Forschungsarbeiten. Allerdings gibt es bislang keine größere Studie die beschreibt, wie es den Vätern während der Elternzeit geht. Unsere Studie untersuchte mit einer Tagebuch-Befragung 150 Väter in Deutschland und Österreich. Wir wollten herausfinden, inwieweit sich Väter Sorgen über laufende Projekte und einen Karriereknick machen. Auch interessierte uns, wie oft Elternzeit-Väter in Kontakt mit ihrem Arbeitgeber stehen. Denn gerade Väter, die nur zwei Monate Elternzeit machen, bekommen häufig keine Vertretung, sondern deren Arbeit wird im Team aufgeteilt oder bleibt liegen. Aber natürlich haben uns nicht nur die Sorgen der Väter um ihre Arbeitssituation interessiert – das wäre sehr klischeehaft. Wir wollten ebenso herausfinden, wie glücklich es die Väter macht, zuhause mit dem Kind Zeit zu verbringen und was das Glück noch steigern kann.“

 

Zu welchen Ergebnissen sind sie gekommen?

Dr. Lisa Horvath: „Ein ganz entscheidender Faktor für die arbeitsbezogenen Sorgen, die sich Väter in Elternzeit machen, ist die Organisationskultur. Das bedeutet, dass sich Väter, die bei Organisationen arbeiten, die einer väterlichen Elternzeit positiver gegenüberstehen, deutlich weniger Sorgen machen, als Väter, die bei traditionelleren Organisationen tätig sind. Das heißt konkret, dass Väter, deren Arbeitgeber sie darin unterstützen Elternzeit zu machen, weniger Angst um ihren Wiedereinstieg haben und seltener ein schlechtes Gewissen haben, weil sie vom Arbeitsplatz weg sind.“

 

Hat Führungsverantwortung eine Auswirkung auf das Wohlbefinden während der Elternzeit?

Dr. Lisa Horvath: „Ja, das ist tatsächlich so. Wir haben herausgefunden, dass es Vätern mit Führungsverantwortung während ihrer Elternzeit nicht ganz so prima geht, wie Vätern mit weniger oder keiner Führungsverantwortung. Das liegt eventuell daran, dass von Führungskräften eigentlich erwartet wird, dass sie keine berufliche Auszeit zur Betreuung ihrer Kinder nehmen. In einer anderen Studie haben wir herausgefunden, dass Väter mit viel Führungsverantwortung ihre Elternzeit eher verkürzen als Väter mit weniger Führungsverantwortung.“

 

Viele Väter haben Angst vor einem Karriereknick durch Elternzeit. Hat die Organisationskultur darauf einen Einfluss?

Dr. Lisa Horvath: „Auf jeden Fall! In familienfreundlicheren Unternehmen machen sich Väter grundsätzlich weniger Sorgen um einen Karriereknick als in traditionelleren Unternehmen. Denn familienfreundliche Arbeitgeber ermöglichen es Vätern von zu Hause aus zu arbeiten, bieten Gleitzeitregelungen und sorgen für eine Vertretung währen der Elternzeit.“

 

Ist die Angst vor einem Karriereknick besonders groß bei Vätern, die lange Elternzeit machen?

Dr. Lisa Horvath: „Interessanterweise steht die Länge der Elternzeit nur in traditionelleren Unternehmen mit der Angst von Vätern vor einem Karriereknick in Zusammenhang. Dort gilt: Je kürzer die Elternzeit, desto größer sind die Sorgen um die Karriere. Vermutlich ist es so – und das ist ja auch logisch – dass Väter, die sich große Sorgen um ihre Karriere machen, entweder gar keine oder nur eine ganz kurze Elternzeit machen.“

 

Das Forschungsteam der RWTH Aachen besteht aus Dr. Lisa Horvath, David Soumagné, Prof. Bettina Wiese und Dipl. Psych. Thorana Grether. Finanziert wird das Forschungsprojekt durch den Schweizer Nationalfonds.

 

 

 

„Wäre Deutschland der Prenzlauer Berg, sähe Werbung anders aus.“

von Olaf Hermann

 

Andreas Baetzgen ist Professor für Strategische Kommunikation und Branding an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Er ist Vater von zwei Kindern und kennt sich auf den Spielplätzen des Prenzlauer Bergs gut aus. In einer Studie hat er die Rollenbilder in der Werbung untersucht. Wir sprachen mit ihm über Familienstereotypen in TV-Spots, die Rolle von Vätern und warum er Fashionbrands davon abraten würde, auf Vollzeitväter in der Werbung zu setzen.

 

spielplatzfreunde.com: Sie haben die Rollenbilder in der Werbung untersucht. Zu welchen Ergebnissen Sie gekommen?

Andreas Baetzgen: „Wir haben mehrere hundert TV-Spots der Jahre 1994 und 2014 per Zufallsverfahren untersucht, um herauszufinden, wie sich die Rollenbilder im Laufe der vergangenen zwanzig Jahre verändert haben. Das Ergebnis ist, dass wir in der Werbung nicht die gesellschaftliche Pluralität gezeigt bekommen, die wir heute haben, sondern klassische, konservative Rollenbilder dominieren. Und das, obwohl sich in dieser Zeit viele Rollenbilder sehr stark ausdifferenziert haben. Nehmen Sie beispielsweise das Rollenbild der Frau. Sie ist heute multioptional gefordert zwischen Beruf, Partner, Kindern und Freunden. In der Werbung jedoch wird dies nicht immer sichtbar.“

 

Woran liegt das?

„Fernsehwerbung muss eine Story innerhalb von 20 oder 30 Sekunden erzählen. Sie muss deshalb Stereotype bedienen, um von den Konsumenten blitzschnell verstanden zu werden. Man hat in dieser kurzen Zeit vermutlich nicht die Möglichkeit, komplexe Rollenbilder differenziert darzustellen.“

 

Warum bedienen viele Unternehmen in der Werbung noch immer konservative Familienstereotype?

„Der Grund ist, dass viele Unternehmen in ihren Rollenbildern wertkonservativ sind. Schauen Sie sich die Nahrungs- und Lebensmittelindustrie an. Sie spricht in ihrer Werbung mehrheitlich die haushaltsführende Person an. Und das ist nach wie vor die Mutter. In den Spots wird sie mit ihren mütterlichen Aufgaben gezeigt: Sie ist für die Kinder da, kümmert sich um Haushalt und die gesunde Ernährung ihrer Lieben. Daran hat sich in den letzten 20 Jahren wenig geändert.“

 

Und welche Rolle nimmt der Vater ein?

„Im Nahrungsmittelbereich spielt der Vater noch immer eine untergeordnete Rolle. Meist sieht man ihn in Freizeit- und Wochenendsituationen. Der Vater spielt mit den Kindern, während die Mutter die Schokolade zum Naschen bringt. Der Süßwarenhersteller Storck ist hierfür ein Beispiel. Das klassische Familienbild mit Opa, Oma, Papa, Mama und Kindern lebt hier ungeachtet gesellschaftlicher Veränderungen fort.“

Der „Man of Today“ des Modekonzerns Hugo Boss ist ein Vollzeitvater und Hausmann. Beginnt sich das Männerbild in der Werbung gerade zu verändern?

„Das Bild vom Mann, der genauso für die Kinder da ist, wie die Frau, ist zweifelsohne zeitgemäß und modern. Zudem ist es sowohl politisch als auch gesellschaftlich gewünscht, dass sich Männer zu Hause mehr engagieren. Insofern kann dieses Männerbild für bestimmte Branchen sogar einen Leitbildcharakter haben. Ob für eine glamouröse Fashionbrand sei mal dahingestellt, denn bei Mode und Parfüm spielt das Thema Familie und Kinder keine Rolle. Deshalb würde ich einer Modemarke auch nicht unbedingt empfehlen, dieses Männerbild zum Thema der Kommunikation zu machen, es sei denn, die Marke ist explizit im Familiensegment positioniert.“

 

Wann wird dieses progressive Männerbild in der Werbung ankommen?

„Deutschland ist nicht der Prenzlauer Berg – sonst sähe Werbung sicher anders aus. Aber solange Vollzeitväter Exoten sind, werden sie in der Werbung kein Thema sein. Ich glaube, dass sich das Männerbild in der Werbung erst dann ändert, wenn sich unsere Lebenswelt sichtbar verändert hat.“

 

 

 

Babykurse sind was von Frauen für Frauen

von Olaf Hermann


Betrachten wir den Tag eines Vollzeitvaters doch mal nüchtern: Er besteht im Wesentlichen aus spielen, essen, auf den Spielplatz oder spazieren gehen sowie den unvermeidlichen Haushaltsarbeiten. Und er kann sehr lang sein. Deshalb sind definitiv ein paar mehr Programmpunkte nötig: Krabbelgruppen, Eltern-Kind-Cafés und natürlich die obligatorischen Kurse für Babys. Dabei geht es mir gar nicht mal so sehr um eine frühkindliche Förderung, sondern vor allem um den Austausch mit anderen Vätern und darum, dass mein Kind mit gleichaltrigen Babys in Kontakt kommt. Doch bereits bei der Anmeldung stellt man fest, dass die Angebote nur auf Mütter zugeschnitten sind.

Googelt man nach „Babykurse“ findet man ein riesige Auswahl. Neben den Klassikern, wie Babyschwimmen, PEKiP und Co. werden auch jede Menge Alternativen angeboten. Wer will kann beispielsweise seinem Kind beim Babysnoezelen durch magische Lichter und speziell entwickelter Musik neue Gefühlswelten eröffnen. Das ist sicher ganz schön flashig, aber wenn mein Kind sein Bewusstsein erweitern will, soll es später einfach ins Berghain gehen.

Bevor ich abschweife: Entschieden habe ich mich für einen Musikkurs für Babys geleitet von einer dramatischen Mezzosopranistin. Kostenpunkt 51 Euro für 10 x 50 Minuten. Kein Schnäppchen, aber seis drum – dramatische Mezzosopranistin klingt aufregend und nach großer Bühne.
 Also melde ich mich über das Online-Formular an. Wie gefordert, trage ich meinem Vor- und Nachnamen sowie meine Adressdaten ein und setze zum Schluss noch den Haken bei „Ich bitte um Anmeldebestätigung per E-Mail“. Es dauert auch nicht lange, bis ich per E-Mail die versprochene persönliche Buchungsbestätigung erhalte: 

 

"Liebe Frau Hermann, ..." Sie hat nur einen Haken: Ich bin nicht Frau Hermann. Anscheinend hat der Anbieter gar nicht in Betracht gezogen, dass sich zu den Kursen auch Väter anmelden könnten. Und wie befürchtet, bin ich nun tatsächlich auch der einzige Mann im Kurs.

 

Väter, wo seid ihr?


Es passiert mir ständig, dass ich in Krabbelgruppen und Babykursen allein unter Müttern bin. Aber warum ist das so? Sind die Angebote zu wenig männlich? Fehlt Action? Gehen viele Väter deshalb lieber mit ihren Kindern auf den Spielplatz? 

 

 

 

Spielplatzfreunde Hamburg

Survival-Tipps für euren nächsten Spielplatzbesuch

von Olaf Hermann


Spielplatzbesuche sind die Hölle – zumindest für unsere Bloggerkollegen von "Ich bin dein Vater". Ehrensache, dass wir als Spielplatzfreunde fünf Survival-Tipps haben:

 

1. Lasst euch nicht anquatschen
Auf Spielplätzen trifft man jede Menge Leute. Vor allem wieder. Leute, die man flüchtig aus Krabbelgruppen und Kursen kennt. Oder denen man mal auf einem Kindergeburtstag begegnet ist. Alles nette Leute. Aber wenn sie euch anquatschen, könnt ihr sicher sein, das Gespräch dreht sich ausschließlich um´s Kind: Schläft es durch? Läuft es schon? Ist es gegen Masern geimpft? Keine aufregenden Geschichten, keine lustigen Anekdoten. Solche Gespräche sind, ehrlich gesagt, reine Zeitverschwendung.

 

2. Verabredet euch lieber mit befreundeten Vätern
Während die Kinder miteinander spielen, habt ihr frei. Und könnt euch über Dinge unterhalten, die im Leben auch noch wichtig sind: Singlespeed-Räder, Kickern in der Bar Liberación oder Autos, die sich einfach zu Vans umbauen lassen. Ein schlechtes Gewissen müsst ihr deshalb nicht haben. Es ist völlig ok, wenn es für euch neben den Kindern noch andere Themen gibt. Und sie sich auch mal alleine beschäftigen dürfen. Vielleicht macht genau das einen guten Vater aus: Er ist immer für sein Kind da, ohne dass es ständig im Mittelpunkt stehen muss.

 

3. Gönnt euch was
Quetschies, geschmierte Brote, frische Früchte, Wasser, Tee, Fruchsäfte – wahre Buffets fahren manche Eltern auf dem Spielplatz für ihre Kinder auf. Aber sie selbst darben meist. Warum eigentlich? Ihr seid früh aufgestanden. Habt euer Kind bespaßt. Gefüttert. Sauber gemacht. Windeln gewechselt. Aufgeräumt. Eingekauft. Jetzt seid ihr dran! Gönnt euch was leckeres: Pommes mit veganer Bratensoße, eine Falafel oder zumindest ein Filterkaffee muss drin sein.

 

4. Nutzt den Prunk
Alles für alle – und zwar umsonst: Spielplätze mit riesigen Holzdrachen, Ritterburgen oder Wasser spritzenden Elefanten. Und obendrauf gibts noch Streichelzoos mit Eseln, Schweinen und Schafen. Von den Klassikern, wie  Rutschen, Schaukeln, Wippen und Kletterwänden ganz zu schweigen. Ich lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass Steuergelder schon schlechter investiert wurden. Also, worauf wartet ihr noch? Entdeckt die Spielplatzperlen in eurem Kiez.

 

5. Nehmt einfach mal kein Spielzeug mit
Eimer, Rechen, Schaufeln – auf dem Spielplatz haben irgendwie alle Kinder die gleichen Sachen dabei. Trotzdem sind die der anderen immer interessanter sind als die eigenen. Deshalb macht es großen Spaß, zu beobachen, wie sie zirkulieren – entweder weil sie dem Besitzer dreist weggenommen oder von diesem großzügig weitergegeben werden. Wer einfach mal kein Spielzeug mitnimmt, kann am spätern Nachmittag, der Rushhour des Spielplatzes, tiefenentspannt darüber nachdenken, welche Gesellschaftsordnung hier wohl gilt, während andere Eltern im Getümmel nach den Sandelsachen ihrer Kinder suchen müssen.

 

  

Diese 5 Apps machen die Elternzeit entspannter

von Olaf Hermann. Die wichtigsten Apps für eine entspannte Elternzeit

 

ToxFox
Du achtest darauf, dass dein Kind nur gesunde Bioprodukte isst? Aber hast du auch schon mal gecheckt, welche Inhaltsstoffe die Sonnencreme, Zahnpasta oder das Babyshampoo deines Kindes enthält? Du wirst überrascht sein, wie viele “Pfegeprodukte” Konservierungsmittel oder UV-Filter enthalten, die hormonoll wirksam sind. Dies kann beispielsweise zu Veränderungen der Geschlechtsorgane führen. Mit der ToxFox-App kannst du Kosmetika direkt im Laden auf hormonell wirksame Inhaltsstoffe überprüfen. Einfach den Strichcode scannen und sofort erfährst du, ob das Produkt bedenklich ist.

 

Quick Scan
Besuche beim Kinderarzt sind so lästig wie unvermeidlich. Oft erinnert der Andrang an die Schlange vorm Berghain. Mit vergleichbarer Wartezeit. Dabei ist stundenlanges Abhängen im Wartezimmer gar nicht nötig. Schließlich bieten immer mehr Kinderärzte ihren Patienten die Möglichkeit von zu Hause oder über das Smartphone einen Termin zu buchen. Deine Wartenummer ist dann ein QR-Code. Und da kommt Quick Scan ins Spiel. Über den Scan des Codes erfährst du, wie lange du voraussichtlich noch warten musst. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Orakel die Wartezeit verblüffend gut voraussagt. Statt genervt im Wartezimmer zu sitzen, kannst du den Tag bis zum Arzttermin ganz entspannt zu Hause verbringen.

 

Spielplatztreff
Was für Nachtschwärmer die Clubs sind, sind für Kinder Spielplätze. Hier können sie Spaß haben, sich austoben, Freundschaften schließen. Und für Eltern sind Spielplätze Orte, an denen sie entspannen können. Denn sobald dein Kind mit anderen spielt, hast du frei. Und auf vielen Spielplätzen herrscht sogar wahrer Prunk. Selbst eine so arme Stadt wie Berlin leistet sich Spielplätze mit riesigen Holzdrachen, Ritterburgen oder Wasser spritzenden Elefanten. Und als besonderes Extra Streichelzoos mit Eseln, Schweinen und Schafen. Es lohnt sich also, nicht nur auf den Spielplatz direkt vor der Haustüre zu gehen. Wo sich die Perlen in deinem Kiez befinden zeigt dir die App Spielplatztreff. Dazu gibts kurze Beschreibungen, Bewertungen und Bilder der Spielplätze.

 

Mamikreisel
Kinderflohmärkte sind eine feine Sache. Sie haben nur einen großen Nachteil: Wer nicht gleich zu Beginn da ist und sich ins Gedränge stürzt, muss sich an der Resterampe bedienen. Und wer Kinder hat weiß, dass perfektes Timing manchmal schwierig ist. Deshalb einfach mal was verrücktes machen und sich auch als Vater beim Online-Flohmarkt Mamikreisel anmelden. Dort kannst du Kindersachen tauschen, kaufen, verkaufen und verschenken. Und das ganz unabhängig von Flohmarktöffnungzeiten. Zum Beispiel während du auf dem Spielplatz entspannst.

 

Vergiftungsunfälle bei Kindern
Zimmerpflanzen, Waschmittel oder Medikamente – klar, das sollte sich natürlich alles außerhalb der Reichweite von Kindern befinden. Trotzdem gibt es in Deutschland jährlich rund 100.000 Vergiftungsfälle, bei denen Kinder beroffen sind. Deshalb gibt es vom Bundesinstitut für Risikobewertung eine App, die helfen soll, im Falle einer Vergiftung die richtige Entscheidung zu treffen. Dass sich Eltern im Ernstfall erstmal mit den detaillierten Hinweise zu Inhaltsstoffen von Reinigern, Medikamenten oder Pflanzen beschäftigen oder das Vergiftungsbild studieren, halte ich zwar für ein Gerücht. Aber die Möglichkeit, mit Hilfe der App direkt den Giftnotruf anzuwählen ist sehr hilfreich.

 

 

 

Neues "Väter-Spielzeug" im Test - die Toniebox

MP3-Player für Kinder. Tonies. Toniebox

MP3-Player für Kinder? Ach was, meinen unserer Väter in der Redaktion. Ein toller Player für Groß und Klein. Hier kommen Sie zum Test >>

 

Spielplatzfreunde

Spielplatzfreunde

Spielplatzfreunde.com diskutiert gesellschaftliche Entwicklungen und politische Entscheidungen rund um das Thema Elternzeit aus einer männlichen Perspektive. Es geht zudem um die Zusatzqualifikation Elternzeit als Karriereturbo für Väter. Und um fehlende „männliche“ Kurse & Angebote für die Kinderbespaßung in der Elternzeit. Initiator von Spielplatzfreunde.com ist Olaf Hermann. Er ist Vater eines Kindes, PR-Berater bei fischerAppelt und macht aktuell 9 Monate Elternzeit.

 

"Männer-Beobachtungen"

Mütter bevorzugt Väter Hamburg

Väter in Röcken...

Aus der Reihe "Super-Symbol", Olaf Hermann

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