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In Deutschland kommen von 1000 Kindern etwa zwei bis drei mit einer behandlungsbedürftigen Hörstörung zur Welt. Wird eine Hörstörung nicht rechtzeitig entdeckt, kann sich dies auf die gesamte Entwicklung negativ auswirken: Nur wenn ein Kind hören kann, lernt es, normal zu sprechen. Von der Qualität seiner Hör-Sprachentwicklung hängen auch seine psychosozialen und emotionalen Möglichkeiten ab. Störungen der Hör- und Sprachentwicklung können zu Einschränkungen der geistigen, sozialen, emotionalen, bildungs- und berufsbezogenen Entwicklung führen.
Vor allem die ersten Lebensmonate sind für das Hören von entscheidender Bedeutung. Strukturen des Hörsystems bilden sich vor allem bis zum Ende des sechsten Lebensmonats aus und verfeinern sich. In dieser Zeit werden auch wesentliche basale Erfahrungen für die Sprachentwicklung über das Gehör gesammelt - Grundlagen für die spätere Qualität von Lautsprache und Grammatik, aber auch für das Lesen und Schreiben. Je länger der Hörverlust unentdeckt bleibt, desto schwieriger wird es für das Kind, den Rückstand insbesondere in der Sprachentwicklung aufzuholen. Wird eine Hörstörung sehr früh erkannt, so kann man dem Kind heute durch moderne Technologien und Behandlungstechniken frühzeitig fördern und den Start ins Leben wesentlich erleichtern. Die Wissenschaft des Hörens und der auditiven Wahrnehmung im Kindesalter (Pädaudiologie) ist zusammen mit der Phoniatrie die Grundlage des Facharztes für Sprach-, Stimm-, und kindliche Hörstörungen. Im Rahmen des Neugeborenen-Hörscreenings übernehmen Fachärztinnen und -ärzte für Phoniatrie-Pädaudiologie, die fachspezifische Weiterbetreuung der Kinder mit auffälligem Untersuchungsergebnis. Die Teilnahme als Nachuntersuchungsstelle ist mit verbindlichen Qualitätsanforderungen bezüglich des Nachuntersuchungsprozesses und der (medizin-)technischen Mindestausstattung verbunden.
Neugeborene haben ab dem 1. Januar 2009 einen gesetzlichen Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung auf Hörstörungen als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Ziel des Neugeborenen-Hörscreenings ist es primär angeborene Hörstörungen ab einem Hörverlust von 35 Dezibel bis zum Ende des 3. Lebensmonats zu diagnostizieren und eine Behandlung bis zum 6. Lebensmonat einzuleiten. Studien zur langfristigen Entwicklung von leicht bis mittelgradig hörbeeinträchtigten Kindern kommen zu dem Ergebnis, dass auch für Kinder mit einseitiger Hörstörung eine verzögerte Entwicklung (insbesondere im Hinblick auf die Sprache) und schulische Probleme wahrscheinlich sind. Daher ist eine Untersuchung beider Ohren vorgeschrieben.
Das Neugeborenen-Hörscreening ist ein mehrstufiges Verfahren, bei dem in den ersten Lebenstagen des Kindes ein Hörscreening in der Geburts-Klinik oder einer Untersuchungsstelle durchgeführt wird. Über das Hörscreening Hamburg werden die Untersuchungsergebnisse der Kliniken und der ambulanten Untersuchungsstellen zusammengeführt und ausgewertet. In einem so genannten Trackingverfahren werden die Eltern eines Kindes mit auffälligem Untersuchungsergebnis daran erinnert, ihr Kind in einer Nachuntersuchungsstelle bei einem Pädaudiologen (Facharzt für Sprach-, Stimm-, und kindliche Hörstörung) vorzustellen, um eine Diagnose zu erhalten und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten. Mit der Rückmeldung durch die Nachuntersuchungsstellen wird das Verfahren abgeschlossen.
Das Hörvermögen kann mit verschiedenen Messverfahren überprüft werden:
Datum der letzten Änderung: 10.08.2016, Redaktionsleitung
Dr. Maria Christiane Roskothen, Fachärztin für HNO-Heilkunde - Phoniatrie und Pädaudiologie, - Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
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Alle Hamburger Geburtskliniken >> sowie die Hamburger Kinderkrankenhäuser sind an der Umsetzung der Früherkennungsuntersuchung beteiligt. Das Hörscreening wird hier in den ersten Lebenstagen eines Kindes durchgeführt.
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