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    Die beste Ernährung für Ihr Baby!
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Stillberatung - Unser Stillratgeber

 

 

Stillen in den ersten 6 Monaten in jedem Fall empfohlen - doch nicht immer klappt es am Anfang. Unsere Tipps und Infos.
Stillen und Stillberatung in Hamburg

Muttermilch - Die natürlichste Ernährung für Ihr Baby

Das eigene Baby über Ihre Muttermilch zu ernähren gehört zu Ihren Grundinstinkten einer Mutter. Neben den vielen wichtigen Nährstoffen, die das Kind auf diesem Weg bekommt, hat das Stillen großen Einfluss auf das Verhältnis zwischen Mutter und Baby. Stillende Frauen schütten ein spezielles Hormon aus (Oxytocin), das die emotionale Bindung stärkt. Zudem haben Babys über die Muttermilch eine gewisse "Grundimmunisierung" gegen Erkrankungen, denen auch die Mutter ausgesetzt war bzw. ist und gegen die sie Abwehrkörper gebildet hat.

 

WHO-Studien zeigen, dass Stillen generell einen hohen Stellenwert für die Gesundheit von Kindern hat und beispielsweise Allergien vorbeugt oder das Übergewichtsrisiko im späteren Kindesalter verringert. Muttermilch enthält genau die richtigen Mengen an Kalorien, Eiweiß, Vitaminen und anderen Nährstoffen, die das Baby braucht. Auch die Mütter profitieren vom Stillen. Sie erreichen beispielsweise leichter wieder ihr altes Gewicht und haben damit ein geringeres Risiko für Übergewicht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Unicef empfehlen, die ersten sechs Monate ausschließlich zu stillen und anschließend mit altersgerechter Beikost solange weiter zu stillen, wie Mutter und Kind es wünschen.

 

Mit dieser Stillberatung möchten wir Ihnen das Stillen erleichtern - damit Sie mit Freunde stillen!

 

 

Stillberatung-INTERVIEW: Stillen als Kommunikationsform zwischen Mutter und Baby

 

In vielen Kulturen auf der Welt wird Muttersein und Stillen seit Generationen selbstverständlich vorgelebt. Bei uns ist es etwas in Vergessenheit geraten. Die Geburt in Hamburg-Redaktion fragte Meike Kollmeyer, Still- und Laktationsberaterin vom Verein "Von Anfang an" in Hamburg.

 

In unserer westlichen Kultur haben die meisten Eltern in ihrer Verwandtschaft oder Bekanntschaft keine stillerfahrenen Mütter mehr. Die früher so bedeutende Überlieferung von Informationen ist in den letzten Jahren abgerissen. Außerdem sind Mütter sehr vielen Anforderungen und Erwartungen ausgesetzt. Sie sollen glücklich sein über die Geburt ihres Kindes und sofort wieder voll funktionieren. 

 

Stillen ist keine Garantie für eine gute Mutter-Kind-Beziehung und keinesfalls schließt Flaschenernährung eine gute Beziehung aus. Aber Stillen unterstützt Mütter in guten Kontakt zu ihren Babys zu treten, ihre Signale wahrzunehmen, sie zu deuten und passend zu reagieren.  Das Stillen ist eine Kommunikationsform zwischen Mutter und Baby, die unvergleichlich ist. Alle Sinne werden dabei angesprochen. Allein die Nähe und Intimität verhilft Müttern zu einer schnelleren sicheren Wahrnehmung der Gefühle und Bedürfnisse ihres Babys. Gestillte Kinder erhalten in den ersten sechs Monaten allein schon durch das Stillen etwa 250 bis 300 Stunden mehr Zuwendung als nicht gestillte Kinder. Auch das seelische Gleichgewicht der Mutter wird durch das Stillen positiv beeinflusst, nämlich durch dieselben Hormone, die auch für die Milchbildung verantwortlich sind. Das Selbstvertrauen der Mütter wächst im Bewusstsein, dass sie die Bedürfnisse ihres Kindes erkennen und befriedigen können. Dies ist wichtig, denn Babys brauchen sichere Eltern.

 

 

Fördert enge Bindung: Stillen
Stillen und Stillberatung Interview

Doch nicht immer klappt es mit dem Stillen reibungslos. Neben Problemen wie Erkrankung von Mutter und Kind, Frühgeburtlichkeit, Mehrlingen, Saugproblemen etc. ist es auch wichtig, dass die vielen komplexen Hintergründe und Gefühle, die mit den Stillfragen verwoben sind, erkannt und gewürdigt werden. Stillen ist mehr als nur Ernährung. Es ist auch eine besondere Art sich um sein Baby zu kümmern und es zu trösten. Es ist auch nichts Außergewöhnliches, dass Stillfragen mit den Gefühlen der Mutter zu ihrem Baby und mit ihren Empfindungen ihrem Muttersein gegenüber in Verbindung stehen. Wenn ein Baby beispielsweise an der Brust schreit, sich abwendet oder sogar wegstemmt ist es verständlich, dass die Mutter an ihrer Fähigkeit zweifelt, dass Kind gut zu ernähren und zu versorgen. Dann löst das Gefühle von Hilflosigkeit aus, die dann dazu beitragen können, dass die Mutter wiederum sehr angespannt wird. Auf diese Weise kann es dann sehr schnell zu einem regelrechten Teufelskreis kommen. Hier ist es sinnvoll, wenn die Mutter sich frühzeitig Unterstützung holt, um die Ursache zu beheben.

 

Laut einer australischen Studie, können Kinder, die länger als sechs Monate gestillt wurden besser Stress bewältigen. Sie stellten fest, dass sich mit jedem Monat, den ein Kind gestillt wurde, das Verhalten des Nachwuchses verbesserte. Dieser positive Effekt galt unabhängig vom sozialen Status der Eltern. Man kann daraus schließen, dass Stillen einen positiven Einfluss auf die Mutter-Kind-Bindung hat. Um die nachgewiesenen Vorteile des Stillens nutzen zu können, erfordert es gute Voraussetzungen sowie individuelle Beratung und Begleitung, damit Stillen die Mutter-Kind-Bindung unterstützen kann und so unter anderem vor Fehlentwicklung beim Kind Vernachlässigung oder sogar Misshandlung schützen kann.

 

Die "Vor-Milch" (Kolostrum) mit wertvollen Inhaltsstoffen

 

Ihr Baby wird bereits direkt nach der Geburt im Kreißsaal auf Ihre Mutter gelegt - hier findet es in den meisten Fällen instinktiv die Brust oder wird angelegt. Die Milch ist zu diesem Zeitpunkt eine "Vor-Milch", das sogenannte Kolostrum. Ihr eigentlicher Milcheinschuss erfolgt dadurch verstärkt angeregt erst ungefähr am dritten Tag nach der Geburt. Die Vormilch enthält wichtige Immunglobuline, also Antikörper, zur Stärkung der Abwehrkräfte Ihres Kindes. Zum Schutz von Magen und Darm und zur Reifung der Verdauungsorgane des Babys spielt die Vormilch eine wichtige Rolle. Durch ihren hohen Eiweißgehalt ist sie eher schleimig und dickflüssiger als Muttermilch.

 

Babyfreundliche Geburtskliniken helfen beim Stillen

 

Findet das Neugeborene noch im Kreißsaal sehr gut (auch oft mit geschlossenen Augen) die Brust der Mutter, erfordert das Stillen dann selbst meist ein wenig Übung und Geduld seitens aller "Beteiligter". Einige Kinder sind von Beginn an echte Profis, die das Stillen der Mutter sehr leicht machen. In jedem Fall ist es ratsam zu lernen, wie Sie ihr Neugeborenes am besten halten und wie lange und wie oft Sie stillen müssen. Für den Fall, dass es nicht auf Anhieb klappt, stehen der frischgebackenen Mutter in einigen Kliniken erfahrene Hebammen und Stillberaterinnen zur Seite und können in den ersten Tagen nach der Geburt wertvolle Tipps geben. Hinweise hierzu haben wir Ihnen hier zusammengestellt Babyfreundliche Geburtskliniken >>

Sollte es bei Ihnen aus medizinischen oder persönlichen Gründen nicht möglich sein zu stillen, kann Ihr Baby auf Wunsch auch von Beginn an mit der Flasche gefüttert werden. Entweder wird eine spezielle Anfangsmilch verwendet oder Ihre eigene Muttermilch, die zuvor abgepumpt wurde. Ist das Stillen nicht (mehr) gewünscht, kann die Milchbildung medikamentös bzw. durch Tees unterdrückt werden.

 

 

Stillen nach der Geburt Hamburg

Stillen mit ganz praktischen Aspekten

 

Stillende Mütter sind räumlich und zeitlich ungebunden. Die Muttermilch ist kostenlos, immer richtig temperiert und dem Nahrungsbedarf des Kindes angepasst. Und die auf die notwendigen hygienischen Vorkehrungen, die bei einer Herstellung und Lagerung von Flaschenmilch erforderlich sind, brauchen Sie nicht zu achten (Sterilisierung der Flaschen, Zubereitungsschritte der industriell gefertigten Pulvermilch). Trotz aller Vorteile müssen Sie für sich ganz individuell entscheiden, ob sie stillen möchten. Jede Halbherzigkeit gefährdet das Stillen; gefragt sind Ruhe, Ausdauer und ein gewisses Maß an Selbstaufgabe. Frauen, die stillen oder gestillt haben, schätzen die "Belohnung" mit einer besonders intensiven Nähe zu seinem Kind, die einzigartig ist.

 

Das Allergie-Risiko wird durch Stillen reduziert

 

Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie sind vier Monate Stillen ausreichend. Damit wurde die Empfehlung, Babys sechs Monate ausschließlich zu stillen, relativiert. Die aktuellen Ernährungsempfehlungen aus der S3-Leitlinie Allergieprävention der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) lauten:

  • Für einen präventiven Effekt durch eine Verzögerung der Beikosteinführung über den vierten Lebensmonat hinaus gibt es keine gesicherten Belege. Sie kann deshalb nicht empfohlen werden.
  • Für einen präventiven Effekt einer diätetischen Restriktion durch Meidung potenter Nahrungsmittelallergene im ersten Lebensjahr gibt es keine Belege. Sie kann deshalb nicht empfohlen werden.
  • Die zu der Zeit in Deutschland existierende Empfehlung, Beikost nicht vor dem vollendeten 4. Lebensmonat einzuführen, ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sinnvoll

 

Stillberatung - Wie ernähre ich mich richtig?

Bestimmte Lebensmittel können beim Baby Unverträglichkeiten hervorrufen. Allerdings reagieren Mutter oder das Baby immer individuell: Was bei einem Kind Reaktionen hervorruft, muss bei dem anderen nicht unbedingt passieren. Sollte die Mutter bereits Erfahrung mit allergieauslösenden Speisen oder Reaktionen auf Unverträglichkeiten durch Lebensmittel haben, sollten diese gemieden werden.

 

Das sollten Sie beim Stillen möglichst meiden:

  • Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen, Kohl, Lauch und Porree, können zu Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall führen.
  • Zitrusfrüchten wie Zitrone, Orangen, Mandarinen oder Steinobst wie Pfirsiche, Pflaumen können bei Babys zu einem wunden Po führen.
  • Innereien sind Aufgrund der Schadstoffbelastung nicht zu empfehlen.
  • Knoblauch verändert den Geschmack der Muttermilch, so dass manche Babys die Milch nicht mögen. Zudem verändert sich der Geruch der Mutter.
  • Kohlensäure in Getränken kann Bauchschmerzen verursachen. Hier hilft es, auf Tees, stilles oder Leitungswasser überzugehen. Die Kohlensäure kann auch mittels Gabel aus der Flüssigkeit ausgeschlagen werden.

 

 

 

Stillberatung-INTERVIEW: Stillen - Gut und gesund – für Mutter und Kind

Stillen ist für Mutter sowie Kind gut – emotional sowie körperlich. Warum das so ist und worauf Stillende achten sollten, darüber berichtet Kristin Sporbeck.

Muttermilch ist optimal auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt. So bekommt es von Anfang an genau das, was es braucht. Außerdem hat Stillen viele Vorteile – für das Kind sowie für die Mutter, wie Dr. Astrid Maroß, Ärztin im AOK-Bundesverband, erklärt.

"Das Stillen direkt nach der Geburt hilft auch dabei, dass sich die Gebärmutter gut zurückbilden kann. Außerdem hilft das Stillen, eine emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind herzustellen und nicht zuletzt sagt man, dass das Immunsystem gestärkt wird und vermutlich auch das Allergierisiko des Kindes gesenkt wird," so Dr. Astrid Maroß.

In den ersten sechs Monaten soll laut der Weltgesundheitsorganisation ausschließlich gestillt werden. Danach kommt Beikost dazu. Eine Empfehlung, wann abgestillt werden sollte, gibt es nicht – es kann aber gut bis zu einem Alter von zwei Jahren zusätzlich zur Beikost weitergestillt werden. Da stillende Mütter zusätzliche Energie brauchen, sollten sie auch auf ihre Ernährung achten. Tipps hat Dr.Maroß.

"Die Mütter müssen durchaus etwas mehr essen als üblicherweise, können das aber nach Hungergefühl regeln – also nicht vorsorglich mehr essen. Und die Ernährung sollte natürlich ausgewogen sein, viel Obst und Gemüse beinhalten, fettarme Produkte, Vollkornprodukte, Fisch. Aber es gibt keine spezielle „Still-Diät“.

Außerdem ist es für Stillende wichtig, genug zu trinken – mindestens zwei Liter Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen. Das Stillen selbst kann anfangs noch Schwierigkeiten machen.

"Beim Stillbeginn schmerzen oft die Brustwarzen oder sind auch wund. Es kann dann helfen, wenn man die Brustwarzen an der Luft trocknen lässt oder ein bisschen Milch auch eintrocknen lässt. Außerdem kann man Lanolin-Creme auf die Brustwarzen geben und man sollte Stilleinlagen tragen, damit die Kleidung nicht so stark reibt. Und man sollte auch darauf achten, dass es nicht zu einem Milchstau kommt, wenn die Brust nicht richtig entleert wird."

Ein Milchstau äußert sich durch eine gerötete, schmerzhafte Stelle – das kann bis hin zu einer Brustentzündung führen. Dann sollte man direkt mit dem Arzt sprechen. Ein häufiger Grund ist, dass das Kind nicht richtig angelegt ist und falsch saugt. Die Hebamme oder eine Stillberaterin können dabei helfen und die richtige Stilltechnik zeigen.

 

Stillen und Verhütung

Es gibt eine ganze Reihe an Verhütungsmitteln  – und eben nicht nur die ‚Pille'. Und auch bei dieser gibt es Unterschiede: So gibt es beispielsweise „Pillen“, die das Hautbild verbessern, weil sie die männlichen Hormone stärker absenken als andere. Aber die Möglichkeiten einer sicheren Verhütung sind noch viel größer: So kann man die Wirkstoffe einer „Pille“ auch mittels eines Vaginalringes zuführen. Vorteil: Man muss nur einmal im Monat daran denken – und eben nicht täglich. Dann gibt es das Verhütungsstäbchen, das am Oberarm knapp unter der Haut platziert wird. Vorteil: Man muss nur alle drei Jahre daran denken. Und es gibt die Kupfer- und Hormonspiralen, die in die Gebärmutter eingelegt werden und dort lokal wirken: Vorteil: Man muss nur alle drei bis fünf Jahre daran denken. Bei der Beratung zu Verhütungsfragen sind allerdings auch Besonderheiten zu beachten.  Besteht beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Thrombosen (Blutgerinnsel), dürfen keine Östrogene eingesetzt werden (wie sie z. B. die kombinierte „Pille“ enthält). Leiden Sie unter Migräne, sollten Sie ebenfalls keine Östrogene verabreicht bekommen. Experten empfehlen für fast alle Indikationen die Hormonspirale, da sie die Hormone nur lokal abgibt und damit eine hohe Verhütungssicherheit bietet ohne in den Stoffwechsel einzugreifen. So kann sie sogar Frauen nach der Entbindung empfohlen werden, wenn diese noch stillen, da die Hormone nicht in die Milch übergehen.

 

Daher ist es wichtig, dass Sie Ihre Möglichkeiten, Ihre Vorlieben, aber auch Ihre Bedenken und Abneigungen ausführlich mit Ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt besprechen, um schließlich gemeinsam die für Sie optimale Verhütungsmethode zu finden.

 

Studie: Stillprobleme häufiger nach Kaiserschnitt

 

Mit mehr als 30 Prozent gehört Deutschland zu den Ländern mit der höchsten Kaiserschnittrate weltweit. Nun zeigen Wöchnerinnen-Befragungen des Hamburger Picker Instituts in fast 70 Geburtskliniken, dass diese hohe Rate der Kaiserschnitte auch ein Grund für die steigende Anzahl von Müttern mit Stillproblemen sein kann. 

Denn - so das Institut - ein erfolgreicher Stillbeginn wird durch direkten, ungestörten Hautkontakt innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt begünstigt. Bei der Geburt per Kaiserschnitt findet dieser nur selten statt. So hätten 35 Prozent der Frauen mit Kaiserschnitt, Frühgeburten ausgenommen, Probleme beim ersten Hautkontakt mit dem Kind - im Vergleich zu einer nur 10 prozentigen Problemhäufigkeit bei Frauen mit normaler Geburt. Darüber hinaus wird nach zwei bis drei Monaten nach der Geburt nur noch circa die Hälfte der Kaiserschnitt-Kinder voll gestillt. Bei den Kindern, die normal zur Welt kommen, sind es immerhin noch 62 Prozent.

 

Stillen macht intelligenter - Je länger gestillt, desto höher die Intelligenz

Kinder, die zwölf Monate oder länger voll gestillt wurden, haben nach einer neuen Studie eine höhere Intelligenz. Bernado Lessa Hossa von der Universität Pelotas, spricht in der Fachzeitschrift „The Lancet“ von einem direkten Zusammenhang von längerer Stillzeit und höherer Intelligenz: „Teilnehmer, die zwölf Monate oder länger voll gestillt wurden, wiesen eine höhere Intelligenz, längere Schulbildung und ein höheres monatliches Einkommen auf als diejenigen, die kürzer als einen Monat voll gestillt wurden,“ erklärt Hossa. Fast vier Punkte mehr erreichen die "Langzeit"-Gestillten auf der IQ-Skala. Still-Kinder sind demnach als Erwachsene intelligenter und erfolgreicher. Mehr als 3400 Probanden nahmen an der Untersuchung teil.

 

Bisher war nur der positive Zusammenhang zwischen Stillen und Intelligenz bei jungen Kindern erforscht. Die brasilianische Langzeitstudie untersuchte, ob Stillen den IQ auch bis ins Erwachsenenalter beeinflusst. Die Wissenschaftler der Universität Pelota sammelten Anfang der 1980er Jahre zunächst Informationen darüber, wie die knapp 6000 Probanden-Babys versorgt wurden: Stillt die Mutter? Und wie alt ist das Kind, wenn es abgestillt wird? 30 Jahre später holten die Forscher dann Informationen über den Intelligenzquotienten, die schulische Laufbahn und das Einkommen von 3493 der nun erwachsenen Probanden ein.

 

Warum Stillen den Intelligenzquotienten bis ins Erwachsenenalter erhöht, konnten die Wissenschaftler hingegen noch nicht sagen. Dr. Wolf Lütje, Chefarzt der Geburtsmedizin am Hamburger Amalie-Sieveking-Krankenhaus spricht ebenfalls davon, dass gestillte Kinder intelligenter und resilienter sind und darüber hinaus weniger Bindungsstörungen als Hauptfaktor für psychische Erkrankungen im Leben entwickeln. Und nicht zuletzt besteht mit der Übertragung von mütterlichen Stammzellen beim Stillen ein lebenslanger Zellschutz, der vor allen möglichen Erkrankungen insbesondere Krebs schützt.

 

 

 

 

  

Datum der letzten Änderung: 10.11.2016, Redaktionsleitung

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Lese-TIPPS

  




 

 

 

 

Stillberatung-TIPP

Häufig können Sie allzu hungrigen Babys (und dann auch sehr "verzweifelten Babys) mit einem Tipp der Redaktion helfen: Unterstützen Sie einen ersten "Saugerfolg" des Babys. Hierzu verwenden Sie am besten abgekochtes Wasser, lassen es erkalten und träufeln es mit einer kleinen Spritze auf die Brust. So "wähnt" Ihr Kleines einen ersten "Erfolg" und beginnt motiviert. Helfen können Sie Ihrem Baby auch mit der Pucktechnik, mit der eine gewisse "Vertrautheit" ("gepuckt wie im Mutterleib") gegeben wird. Frauen mit kleinen bzw. flachen Brüsten können gut Stillhütchen verwenden.

 

TIPP: Stillen – richtiges Anlegen und Saugen


Empfehlung der Nationalen Stillkommission >>

 

 

 

"Stillen ist die inzwischen erwiesen beste gesundheitliche Präventionsmaßnahme."

Interview mit Chefarzt Dr. Wolf Lütje. >> 

Dr. Wolf Lütje Amalie Sieveking

 

 

 

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Wenn Sie stillen, sollten Sie einmal Anis und Sternanis probieren. Anis und Sternanis haben einen hohen Gehalt an dem ätherischem Öl Anethol und regen somit die Milchbildung an. Anis und Sternanis passen zu Weihnachtsgebäck, schmecken aber auch in herzhaften Gerichten wie gekochtem Fisch, Gurkensalat und Rotkraut oder sind als Tee bekömmlich.

 

 

 

 

 

 

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