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Schwangerschafts-Ultraschall

Ultraschall Schwangerschaft - oft kommt inzwischen ein 3D/4D-Ultraschall zum Einsatz
Ultraschall Schwangerschaft

Ultraschall – der Blick aufs Kind 

Meist ist es nur ein erster dunkler Fleck, aber man weiß in diesem Moment, dass es wahr ist: Ich bin schwanger! Das erste Ultraschallbild des heranwachsenden Kindes zu sehen, ist immer wieder ein beglückendes Gefühl. 

 

Errungenschaft

Noch vor 50 Jahren wurde der Bauch von Schwangeren zur Untersuchung abgetastet oder eine Röntgenaufnahme gab Hinweise auf den Zustand des Kindes. Ansonsten hieß es, sich von dem Kind überraschen zu lassen. Mit der Ultraschalldiagnostik hat sich die Vorsorge grundlegend geändert. Mit dem Ultraschallgerät werden Schallwellen, die man nicht hören kann, ausgesendet. Sie werden vom Gewebe im Körper als Echo zurückgeworfen und das Ultraschallgerät wandelt diese in ein Bild um.

Zum einen ist die Gesundheit von Mutter und Kind mit der Ultraschalluntersuchung unter genauer Beobachtung, zum anderen bekommen die Eltern einen Blick auf ihr Kind und emotional schon eine andere Bindung. 

 

Wann und wie viel?

Drei Basis-Ultraschalluntersuchungen werden während der Schwangerschaft von der Krankenkasse gezahlt. Mit dem Ultraschall kann die Frauenärztin oder der Frauenarzt in regelmäßigen Abständen den Verlauf der Schwangerschaft überprüfen.

In jedem Drittel der Schwangerschaft steht eine Ultraschalluntersuchung an:

Ultraschall 1: 9. - 12. Schwangerschaftswoche (SSW)

Ultraschall 2: 19. - 22. SSW

Ultraschall 3: 29. - 32. SSW

 

Wie?

Der erste Basis-Ultraschall ist meist eine Untersuchung durch die Scheide, so wie sie auch zur Krebsfrüherkennung angeboten wird. Bei den folgenden zwei Untersuchungen wird ein Gel direkt auf den Bauch gegeben, um die Schallwellen besser zu leiten. Viele Frauenärzte wärmen das Gel leicht an, damit es sich angenehmer anfühlt. Mit dem Schallkopf fährt die Ärztin oder der Arzt über den Bauch und kann so von allen Seiten das Kind sichtbar machen.

 

Was?

Bei der ersten Basis-Ultraschalluntersuchung schaut die Frauenärztin oder der Frauenarzt wie die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter fortgeschritten ist. Wachsen dort ein oder mehrere Kinder und wenn es mehrere sind, gibt es eine oder zwei Plazenten? Anhand der Größe kann der Geburtstermin noch einmal überprüft werden, da er zu Beginn der Schwangerschaft nur anhand von Eckdaten wie der letzten Regelblutung errechnet wird. In der ersten sowie in der zweiten Ultraschalluntersuchung schaut die Frauenärztin oder der Frauenarzt, ob Chromosomenstörungen vorliegen. In der zweiten und dritten Untersuchung geht es um das Wachstum des Ungeborenen. Ein Blick gilt auch der Lage des Kindes. Bei dieser Basis-Ultraschalluntersuchung überprüft die Ärztin oder der Arzt auch, wo sich die Plazenta befindet und wie viel Fruchtwasser vorhanden ist. Bei allen drei Untersuchungen erfolgt die Kontrolle auf Fehlbildungen und ob das Kind lebt.

 

Der Doppler-Ultraschall

Der nach seinem Erfinder Christian Doppler genannte Ultraschall kann die Geschwindigkeit von sich bewegenden Strukturen messen. Diese Schallwellen machen es möglich, die Herztöne und den Blutfluss des Babys hörbar zu machen, denn sie liegen im für Menschen wahrnehmbaren Bereich. Diese Untersuchung wird eingesetzt, wenn bei der Basis-Ultraschalluntersuchung Auffälligkeiten aufgetreten sind und beispielsweise ein Herzfehler beim Kind angenommen wird. Auch bei Schwangeren mit Bluthochdruck, Mehrlingsschwangerschaften, Raucherinnen, Frauen über 45 und Blutgruppenunterschieden zwischen Mutter und Kind kann die Ultraschalluntersuchung Aufklärung über den Blutfluss geben.

 

Grenzen

Trotz der fortschrittlichen Technik hat die Diagnostik mit dem Ultraschall ihre Grenzen. Bei übergewichtigen Schwangeren oder einer ungünstigen Position des Kindes, kann die Ultraschallaufnahme nicht deutlich abgebildet werden und Fehlinterpretationen sind möglich. Wenn die Ärztin oder der Arzt Auffälligkeiten entdeckt, sind weitere Untersuchungen notwendig, um eine gezielte Aufklärung zu bekommen. 

 

TIPP Schwangerschafts-Ultraschall: Was ist das für eine Freude, den Nachwuchs das erste Mal und noch im Bauch zu sehen! Aber Achtung: Für den Ausdruck von Ultraschallbildern wird Thermopapier verwendet, das durch Wärme, Licht und Feuchtigkeit mit der Zeit zu verblassen kann. Es hilft etwas, die Bilder bei nicht mehr als 25 Grad und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent dunkel zu lagern. Laminieren schützt zusätzlich. Jedoch auch dann: Digitalisieren Sie am besten Ihre Fotos. Per Scan - oder fotografieren Sie das Bild ab. 

 

  

Datum der letzten Änderung: 09.05.2016, Redaktionsleitung

Prof. Dr. Kai J. Bühling Hamburg

EXPERTE

Prof. Dr. med. Kai J. Bühling, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Schwerpunkt Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin sowie Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin, Hamburg.

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