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Nähert sich die Schwangerschaft dem Ende stehen die werdenden Eltern vor der Frage: Wie sollen wir entbinden? Soll es eine "natürliche" Geburt sein oder ein Kaiserschnitt. Laut Statistischem Bundesamt kamen im Jahr 2013 in Hamburg 34 Prozent der Kinder durch einen Kaiserschnitt und über 58 Prozent durch eine natürliche Geburt zur Welt. In Deutschland lag die Kaiserschnitt-Rate bei fast 32 Prozent. Die Tendenz ist seit Jahren steigend. Die „natürliche Geburt“, auch Spontangeburt bekommt damit immer mehr "Konkurrenz".
Jeder Kaiserschnitt ist ein operativer Eingriff - demnach bleibt auch eine Narbe nicht aus. Unser Experte gibt Ihnen INFOS und TIPPS zur Narbenbehandlung.
Eine Narbe verschwindet nicht mehr, auch bei noch so feinfühliger Pflege. Doch mit einigen einfachen Tipps lässt sich ein Stück weit die Regeneration der Haut unterstützen. Achten Sie darauf, dass nichts an der frischen Narbe kratzt oder scheuert. Die Kleidung sollte nicht zu eng sein, weiche Stoffe sind angenehmer als feste. Rauchen Sie nicht. Nikotin verschlechtert die Durchblutung und verzögert damit die Wundheilung. Sobald die Wunde zugeheilt ist, sollten Sie mit dem Eincremen beginnen. Cremen Sie die Narbe und ihre Umgebung täglich ein, um die Haut weich und geschmeidig zu halten. Wundsalben beschleunigen die Heilung und lindern den Juckreiz. Narben-Gele beugen Entzündungen und Wucherungen des Bindegewebes vor. Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt oder in Ihrer Apotheke danach.
In jedem Fall sollte die Haut gegen UV-Strahlung geschützt werden. Bei Narben ist dies extrem wichtig. Der empfindliche Bereich enthält kaum schützende Pigmente und ist drei Monate bis zu einem Jahr sehr empfindlich auf Sonne. Dringt die Strahlung ungefiltert ein, kann sich die Narbe dauerhaft dunkler färben. Bedecken Sie die Narbe. Ist das nicht möglich, benutzen Sie am besten einen Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 50. Vermeiden Sie starke Temperaturreize wie extreme Hitze oder Kälte. Auf Sauna und Solarium sollten Sie vorerst verzichten und nicht zu lange und zu heiß duschen, damit die nasse, erwärmte Haut der Narbe nicht wieder aufplatzt. Bewegen Sie sich, aber moderat. Das fördert die Durchblutung des Körpers und dadurch den Heilungsprozess. Ruckartige Bewegungen und Sport, bei dem die frische Narbe gestoßen oder zu stark beansprucht werden kann, sollten Sie jedoch etwa drei Monate lang vermeiden. Sonst können die neu entstandene Kollagenfaservernetzungen wieder reißen. Massieren Sie die umgebende Haut, später auch die Narbe, sanft, vielleicht sogar mit einer weichen Bürste. Seien Sie aber auch hier sehr vorsichtig. Die Narbe höchstens in die Länge, aber auf keinen Fall auseinander ziehen. Physiotherapeuten kennen spezielle Techniken zur Narbenmassage. Lassen Sie sich diese eventuell von Fachleuten zeigen. Fragen Sie Ihren Arzt danach.
Beobachten Sie die Narbe gut. Ist sie rot? Anfangs ist das ein gutes Zeichen. Die Farbe zeigt nur, dass viele rote Blutkörperchen die Heilung fördern. Ist sie blass, flach, weich und schmerzlos, kann man bedenkenlos wieder joggen oder Baden.
Datum der letzten Änderung: 01.09.2016, Redaktionsleitung
Liegt eine relative Indikation vor, kann natürliche Geburt durchgeführt werden, es besteht jedoch ein höheres Risiko für Komplikationen (Geburt aus Beckenendlage, ein hohes (Schätz-)Gewicht des Kindes oder eine Mehrlingsgeburt). Von einer absoluten Indikation sprechen Mediziner, wenn (Lebens-)Gefahr für Mutter und/oder Kind besteht und deshalb ein Kaiserschnitt zwingend notwendig ist (Fehllage oder die Ablösung des Mutterkuchens, eine Querlage des Kindes in der Gebärmutter oder eine mangelhafte Sauerstoffversorgung des Kindes).
Die Bertelsmann-Stiftung hat einen "Fakten-Check" zum Kaiserschnitt ins Netz gestellt. Was Sie darüber wissen sollten und wie Sie damit umgehen können, darüber informiert Sie der Faktencheck Gesundheit >>
Presst sich das Kind durch das Becken und die Vagina, wird das Fruchtwasser aus seinen Lungen gedrückt. Kinder, die mithilfe des Kaiserschnitt zur Welt kommen, haben anfangs oft Atemprobleme. Forscher der Universitäten Puerto Rico und Florida haben herausgefunden, dass "Kaiserschnitt-Kinder" viel häufiger Asthma und Allergien bekommen, weil Ihnen der Erstkontakt mit Bakterien wie Escherichia coli, Enterokokken und Laktobazillen aus dem Geburtskanal fehlt. Diese Mikroben bringen erst das Immunsystem "in Schwung". Forscher fanden zudem heraus, dass die Vielfältigkeit der Darmflora nach einem Kaiserschnitt deutlich geringer ist als im Vergleich zur natürlichen Geburt. Bestimmte Bakterien, die für eine ausgewogene Entwicklung des Immunsystems wichtig sind, sind bei Kaiserschnittneugeborenen deutlich vermindert bis gar nicht vorhanden.
Der Kaiserschnitt gilt oft als Ursache für das TAS-Syndrom (Tonusasymmetrie im Säuglingsalter), das oft der Grund für ein Schreibaby ist >>
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